EURO AM ABGRUND

Euro stand definitiv am Abgrund.

Die Europäische Zentralbank legt nun in Ihrem Monatsbericht offen, dass der Euro bereits Anfang Mai 2010 am Abgrund stand und definitiv zu zerbrechen drohte. Ein Szenario, mit ähnlich schlimmen Auswirkungen wie nach der Lehmann-Pleite im Jahr 2008, wurde um Haaresbreite abgewendet.

 Jürgen A. Kettner

 

Was viele im letzten Monat als üble Gerüchte abtaten, war  leider bittere Realität. Anfang Mai 2010 wäre das Finanzsystem beinahe zusammengebrochen.  Gleich mehrere europäische Großbanken waren vom akuten Zahlungsausfall gleichermaßen bedroht. Die Zusammenhänge sind auch heute noch nicht endgültig geklärt und werden weiterhin untersucht.

Als uns  nach dem wohl höchsten Börsenabsturz an einem einzigen Tag, dem 06. Mai 2010, durch die Medien in aller Öffentlichkeit versucht wurde weiszumachen, es handele sich um einen Eingabefehler eines Börsenhändlers, gingen auch bei uns alle Warnglocken an.

Nun, rund 6 Wochen danach,  heißt es auch heute noch in dem Bericht der EZB, Quellennachweis am Ende des Berichts, die Ursachen werden weiterhin untersucht. Eins steht jedoch bereits sicher fest: Mit extrem hoher Geschwindigkeit hat ein Vertrauensverlust bei Großinvestoren um sich gegriffen. Blitzschnell sind die Finanzinvestoren in sichere Anlagen geflüchtet, um Ihr Geld vor dem Totalverlust zu retten! Nur das beherzte Eingreifen der EZB habe Anfang Mai das Schlimmste verhindert – schreibt nun die EZB. Was sie allerdings wiederum verschweigt ist, dass es zu Aufkäufen von griechischen Anleihen kam, was der EUB eigentlich absolut untersagt ist. Denn diese Anleihen haben zwischen-zeitlich den Status von “Ramschanleihen“!

Was soll man nun davon halten? Was wird uns verschwiegen und was läuft hinter den Kulissen wirklich für ein Machtspiel? Denken sie nur an den ungebremsten Einfluss von den großen Ratingagenturen. Viele Fragen werden auch weiterhin offen bleiben.  Zumindest für die Öffentlichkeit. Doch stimmt uns der mögliche Zahlungsausfall, von mehreren Großbanken gleichermaßen, sehr nachdenklich. Der Supergau wurde also kurzerhand abgewendet, oder doch nur nach hinten verschoben?

Jedenfalls schnürten am Wochenende des 8. und 9. Mai die europäischen Staats- und Regierungschefs in Windeseile ein riesiges Rettungspaket für den Euro-Raum im Umfang von 750 Milliarden Euro. Zuvor hatte ihnen EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die dramatische Lage geschildert, wie sie nun im Monatsbericht veröffentlicht wurde.

Wie oben erwähnt, begegnete die EZB dem dramatischen Stillstand mit einem Tabubruch. Sie kaufte seit diesem Wochenende Staatsanleihen, was selbst in ihren eigenen Reihen umstritten ist. 47 Milliarden Euro hat sie seither in ihre Bücher genommen, vor allem Schuldtitel aus Griechenland, Irland und Portugal. Die Käufe sind umstritten, weil es sich um eine Staatsfinanzierung durch die Hintertür handelt. Die EZB hat noch kein Limit für diese Käufe genannt.

Unser Fazit:

Sind wir nun wirklich gerettet oder nur ruhig gestellt? Wie geht die Geldpolitik weiter? Geld gedruckt wird weltweit ja bekanntlich, wie nie zuvor. In jedem Fall wird die Ausweitung der ungedeckten Geldmenge mittelfristig zu einem deutlichen, inflationären Wertverlust von allen geldwerten Anlageformen führen, wie z.B. Sparkonten, Bundesanleihen, festverzinslichen Wertpapieren, privaten Lebens- und Rentenversicherungen, Bausparverträgen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Uns jedenfalls hat dieser Vorfall nicht dazu bewegt, Edelmetalle zurück in Euro zu tauschen. Vermutlich geht es Ihnen ähnlich. Trotzdem ist es derzeit sinnvoll, auch einen Teil des eigenen Vermögens liquide zu halten. Sollten wir  erneut  ein Szenario erleben,  wie soeben geschildert, in dem die Währungshüter von verunsicherten Investoren dann vielleicht einen Schritt über den Abgrund hinaus gezogen werden, dann entstehen für mutige Anleger danach gute Kaufchancen z.B. durch Investitionen in weltweit gestreute Aktienfonds (Sondervermögen), um dann nach einem evtl. Super-Gau damit mittelfristig fulminante Gewinne zu erzielen. Wir halten Sie in jedem Fall auf dem Laufenden und empfehlen jedem, der heute noch keinen Teil seines Vermögens in physische Edelmetalle getauscht hat, das unbedingt in nächster Zeit zu tun. Wie wir jetzt gesehen haben, ist ein Zusammenbruch des Welt-Finanzsystems keine Sache mehr, die Jahre braucht, sondern in unserem Technologie- und Internetzeitalter in nur wenigen Stunden denkbar ist. Jedenfalls dürfte es für Sie in so einem Fall zu spät sein, um eigenes Vermögen dann noch schnell zu sichern.

Mit feundlicher Genehmigung des Autors
Jürgen A. Kettner
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