Krise noch nicht vorbei!
Bankenverband: Wirtschafts- und Finanzkrise noch nicht überwunden
In seinem Konjunkturbericht für den August 2010 berichtet der Bankenverband: “Die aktuelle Verfassung der deutschen Konjunktur ist ausgezeichnet. Die im zweiten Quartal beim Wirtschaftswachstum fast erreichten ‘chinesische Dimensionen’ werden wir aber nicht dauerhaft halten können”, erklärte Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes, bei der Vorstellung des aktuellen Konjunkturberichts in Berlin. Es sei bereits abzusehen, dass die Erholung in Deutschland im bisherigen Rekordtempo nicht weitergehen könne. Neben Nachholeffekten der Bauwirtschaft, die das Wirtschaftswachstum zuletzt überzeichnet hätten, werde in den kommenden Monaten der weltwirtschaftliche Rückenwind für die deutsche Wirtschaft spürbar nachlassen. “Ein Abgleiten in eine neuerliche Rezession ist aber nicht zu befürchten”, so Weber, “dafür ist die Ausgangslage zu stabil”. Eine überarbeitete Prognose zum Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr sowie für 2011 werde der Bankenverband auf der halbjährlichen Konjunktur-Pressekonferenz am 16. September veröffentlichen.
Angesichts der sich bereits abzeichnenden Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung warnte Weber davor, die Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland als erledigt zu betrachten. “Die Staatschuldenproblematik wird noch längere Zeit auf der Agenda bleiben und ein potenzielles Risiko für die Finanzmärkte darstellen“, erläuterte Weber. Außerdem würde die Bereinigung der strukturellen Probleme vor allen in den Ländern mit Immobilienmarktkrisen und hohen Leistungsbilanzdefiziten noch einige Zeit und erhebliche Anstrengungen verlangen. Dies ginge mit einem niedrigeren Wachstumstrend einher.
Bankenverband fordert sorgfältige Prüfung der regulatorischen Änderungen
Laut Weber müssten auch die potenziellen Folgen der geplanten regulatorischen Änderungen für den Bankensektor sorgfältig im Auge behalten werden: “Erste Studien zeigen, dass strengere Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen fuer Banken nicht ohne Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum bleiben werden”. Das gelte in besonderer Weise für den Euro-Raum, da hier die Unternehmensfinanzierung viel stärker über Bankkredite erfolge als etwa in den USA, Grossbritannien oder Japan. Hinzu kämen weitere Belastungen des Finanzsektors wie die geplante Einführung einer Bankenabgabe oder möglicherweise eine Sonderbesteuerung von Banken.
Die neuen Standards würden sich aber auch in Nachfrageänderungen am Kapitalmarkt – etwa zulasten von Unternehmensanleihen und zugunsten von Staatsanleihen niederschlagen, wodurch die Liquidität in einigen Kapitalmarktsegmenten sinken könnte. Zudem sei ein Trend zu eher kürzeren Laufzeiten im Kreditbereich eine denkbare Reaktion der Banken auf die Regulierungsüberlegungen. In der gesamten Regulierungsdebatte müssten kumulative Wirkungen und nicht gewollte Nebeneffekte solcher Einzelschritte stärker berücksichtigt werden als bisher. Die Einführung müsse in einem Zeitrahmen erfolgen, der die nötige Zeit zur schrittweisen Anpassung lasse, forderte Weber.
Fazit:
Wenn Sie unsere Seiten gelesen haben, dann wissen Sie, dass wir schon lange nicht mehr mit ehrlichen und glaubhaften Informationen öffentlich versorgt werden. Aber Sie wissen auch, dass an Meldungen oft was dran ist. Gehen wir mal davon aus, dass diese Information nur minimal geschönt ist, wie alles was wir erfahren, dann dürfen wir uns im Rahmen der Finanzkrise bald warm anziehen. Denn unseren Aufschwung haben wir als Exportland der internationalen Nachfrage – vor allem der asiatischen Länder und hier vor allem China – zu verdanken. Wenn es hier zu einer Abkühlung der Konjunktur kommt, dann wird die “kleine Blüte unserer Konjunktur” schnell welken.
Decken Sie sich mit physischen Edelmetallen ein. Nach und nach. In Ruhe. Sie werden es uns noch danken!
Mit freundlicher Genehmigung des Autors
Jürgen A. Kettner
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