Unglaublich, aber wahr – Sichere Anlagen in unsicheren Zeiten

In den meisten Medien und Veröffentlichungen der Tageszeitungen wird nicht oder nur vage auf die immer deutlicher werdenden Gefahren für den Euro und den Dollar hingewiesen. Man versucht durchwegs zu beschwichtigen. Dabei gab es in der Geschichte noch nie eine Situation, dass die Leitwährungen, Dollar und Euro, gleichermaßen von den Anlegern – und inzwischen auch von den Bürgern – mit Mißtrauen beobachtet werden. Waren 2008 noch 50% der Meinung, dass der Euro eine stabile Währung sei, so sind es jetzt weniger als 30 % und mehr als 70%, die der Stabilität des Euro skeptisch gegenüber stehen. In der USA ist das Vertrauen noch niedriger: Gerade einmal 20% glauben an die Stabilität des Dollars.

Wenn man mit diesen Fakten täglich konfrontiert wird, muten Aussagen der Stiftung Warentest, dass Bundesschatzbriefe und Lebensversicherungen immer noch “sicher” sind, fast wie Hohn an: Hat sich doch die Situation der Lebensversicherungen ständig verschlechtert, wie es der Stresstest des DFSI und die gefallene Garantieverzinsung(nur noch 1,75 %) zeigen. Auf der anderen Seite darf man doch nicht übersehen, dass die Schulden Deutschlands die magische Zahl von 2 Billionen längst überschritten haben und ein Einbruch des Exports das Verhältnis von BIP zu Schulden sofort massiv verschlechtern würde. Das wiederum hätte zur Konsequenz, dass das Rating eines Bundesschatzbriefes und in der Folge die Zinszahlungen, die z.B. bei Griechenland, Irland und Portugale von einstellig auf zweistellig gestiegen sind, enorm erhöhen würde. Sollten aber die Zinsen für Bundesschatzbriefe übermäßig steigen, wäre dies eine ernste Gefahr für die Stabilität in Deutschland. Daher möchten wir heute einmal darstellen, welche Anlagen langfristig noch sicher sind.

Das ist die aktuelle Situation

Seit Monaten streiten Republikaner und Demokraten über eine Erhöhung der Schuldenobergrenze. Anfang August wird die USA ihr Schuldenlimit von 14,3 Billionen Dollar erreichen. Ein Treffen zwischen Präsident Barack Obama und Vertretern der Republikaner, angeführt von John Boehner, dem republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus und Harry Reid, dem demokratische Mehrheitsführer im Senat, ging ergebnislos zu Ende. Es soll sogar zu einem heftigen Streit zwischen Obahma und Reid gekommen sein. Trotzdem wird die Parole ausgegeben, man wird sich einigen. Das erwartet auch die Chefin des Internationale Währungsfonds, Christine Lagarde und warnt gleichzeitig vor dramatischen Folgen, ebenso wie Ben Bernanke. Der Notenbankchef ermahnte die Politiker mit drastischen Worten zum Sparen. Sonst könnten Investoren dem Land neue Kredite verweigern. Das Haushaltsdefizit der USA erreicht in diesem Jahr die astronomische Rekordsumme von 14,8 Billionen Dollar. Dazu kommen die überschuldeten Bundesstaaten. Die Lage ist hier schlimmer als in der Euro-Zone: Viele US-Bundesstaaten können ihre gigantischen Haushaltslöcher nicht mehr stopfen. Es fehlen rund 125 Milliarden Dollar. Da die Geldaufnahme immer schwieriger wird droht auch hier der historische Ernstfall – der Bankrott.

Nicht anders ist die Lage in Europa. Fast täglich werden wir mit neuen Hiobsbotschaften über die bekannten “Schuldner” konfrontiert. Die enorm gestiegenen Zinssätze für Staatsanleihen von Griechenland, Irland, Portugal belasten derzeit die Volkswirtschaften dieser Länder in einer Weise, dass nur durch den Euro-Rettungsschirm eine Pleite abgewendet werden kann. Aber wo soll das hinführen? Inzwischen mehren sich die Zeichen, dass auch Italien und Spanien in diese Spirale hineingezogen werden könnten. Man spricht bereits darüber, den Euro-Rettungsschirm auf 1,5 Billionen zu erhöhen. Es geht nicht mehr um Milliarden – es geht inzwischen um Billionen. Die Politik hat jede Bodenständigkeit verloren.
Die Haushalte Deutschlands, Frankreichs, der Benlux-Staaten und der übrigen EU sind bereits alle in einem Bereich weit jenseits der ursprünglich vereinbarten Konvergenz-Richtlinien. Und die EZB kann nicht mehr reagieren, weil sie schon zuviele schlechte Papiere “im Keller” hat – Saatsanleihen der oben genannten Staaten. Daher reagieren die Märkte derzeit überempfindlich: Ein kleiner Fehler, eine unbedachte Äußerung – und schon könnte es zu einem Beben kommen, gegen das die Lehman-Pleite ein leichtes Zittern gewesen wäre.

Man kann sich gegen einen Zusammenbruch der Märkte schützen

Dazu müssen Sie sich erst einmal entspannen, weil ich von Ihnen im Folgenden verlange, alles was man Ihnen erzählt hat und an das Sie geglaubt haben, in Frage zu stellen. Aber vielleicht denken Sie einmal über diese beiden Sätze nach, die lange vor Ihnen und mir dieses Problem schon erkannt haben:
“Der Irrtum wird nicht zu Wahrheit indem er ständig wiederholt wird”, Mahatma Gandhi und “Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern, als ein Atom”, Albert Einstein.

Denn von Kindheit an werden wir geprägt, an die Sicherheit von Geldwerten zu glauben: “Als Kind ein Sparbüchse, als Jugendlicher ein Sparbuch, den Weltspartag – mit einem Wort: Gib dein Geld zur Bank und es ist sicher. Und was bekommst Du dann? Geldwerte: Sparbücher, Bausparer, KLV und PRV.“
Aber diese Geldwerte sind Anlagen bei “Dritten”, d.h.wenn es diese Dritten nicht mehr gibt, ist auch Ihr Geld weg.
In einer Zeit, wo man heute nicht weiß, wer morgen pleite geht, sollten Sie sich das einmal vor Augen führen, was passiert, wenn:
Wenn es die Versicherung nicht mehr gibt, dann ist auch jede Auszahlung hinfällig,
wenn es die Bank nicht mehr gibt, gilt das Gleiche – die Lehmann-Pleite gab einen Vorgeschmack
und wenn ein Staat zahlungsunfähig ist, dann ist das Geld nichts mehr wert.(Lesen Sie dazu unseren Artikel über den Staatsbankrott in Argentinien)

Warum sind Sachwerte sicher

Was alle Experten sagen, aber meist zur späten Abendstunde, wenn die meisten schon schlafen, ist unsere Maxime: In solchen Zeiten sollten Sie raus aus Geldwerten gehen und ihr Geld – bis auf den Teil, den Sie benötigen um “flüssig” zu sein – nur in Sachwerten anlegen.
Sachwerte sind: Edelmetalle, Immobilien und Aktien, bzw. Aktienfonds und Aktienfonds-Policen.

Edelmetalle

Über Edelmetalle haben wir schon sehr viel geschrieben und wiederholen daher nur den wesentlichen Satz: Kleinste Einheiten in Silber und Gold, um eventuell Notzeiten zu überstehen. Dabei spielt der Kaufpreis keine Rolle, denn, wie wir es in unserem letzten Beitrag schon klargestellt haben: Wenn Sie eine Hochwasserversicherung abschließen, so ist das jedes Jahr eingesetzte Geld, wenn nicht passiert, verloren. Aber wenn etwas passiert, dann sind Sie froh, dass Sie sich abgesichert haben.
So ist das auch bei Edelmetallen: Wenn das Geld seinen Wert verloren hat, dann sind Sie froh ein gutes Tauschmitttel zu haben. Denn was ist denn Geld eigentlich? Es ist die Möglichkeit, eine Arbeitsleistung gegen eine andere zu “tauschen”.

Immobilien

Hier werden die Bürger, meiner Meinung nach, schon wieder “über den Tisch gezogen”. Alle Medien betonen, Immobilien sind sichere Sachwerte und daher erstrebenswert.
Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn nur eine überwiegend bezahlte Immobilie gehört Ihnen – eine finanzierte Immobilie gehört dem Finanzinstitut, dass die Finanzierung übernommen hat – meist Ihrer Bank. Eigentlich logisch, wenn Sie an die Grundschulden denken, die Finanzierungsinstitute als Sicherheit verlangen. Aber es wird eben immer “übersehen”. Das ist vor allem wichtig, wenn Sie in der Immobilie wohnen. Daher empfehlen wir nur bei Banken zu finanzieren, die in Ihrer Gegend beheimatet sind – selbst wenn diese nicht den günstigsten Zinsatz hat.
Wir empfehlen fremdgenutzete, also vermietete Immobilien. Aber Sie sollten keine neu erstellten Immobilien kaufen, denn dabei geht es Ihnen wie beim Neikauf eines PKW’s: In den ersten 5 jahren verlieren sie rund 50 %. Wohl sollten Sie darauf , dass die Substanz neuwertig ist, damit auch die Mieter entsprechend interessiert sind, den Mietvertrag aufrecht zu erhalten. Hier haben wir Vorgaben erstellt, die Sie davor schützen, viele der “Fallen” beim Kauf einer Immobilie zu überwinden. Leider können oder wollen(?) sich noch viel zu wenig Bauträger nach diesen Vorgaben – zum Schutz des Käufers - richten .  Altbauwohnungen oder heruntergekommene Wohnungen sind zwar in der Anschaffung vielleicht günstiger, aber die Mieter unzuverlässger. Das muss man besonders in solchen Krisenzeiten beachten.
 
Aktienfonds

Hier möchte ich Ihnen erzählen, wie es mir ergangen ist.
Ich war über Jahrzente als Geschäftsführer eines Geschäfts in der Fußgängerzone erfolgreich, demenstprechen von mir überzeugt, auch überzeugt, was ich über Finanzen wusste. 1997 übergab ich das Geschäft an meine Nichte und wollte neue Wege gehen. Ich sah mir viele Vorträge an bis zu einem denkwürdigen Vortrag, der mein ganzes Leben veränderte. Ich, selbstbewusst und sicher, alles richtig gemacht zu haben, stellte fest, dass ich beim Thema Finanzen alles falsch gemacht habe, was man nur falsch machen kann: Ich hatte 12 Kapital-Lebensversicherungen und 2 Bausparverträge und erkannte, was das für ein “Schrott“ war und wie sehr mich meine Berater, Banken und Versicherungen, getäuscht hatten. Ich war entsetzt!
Immer war mir von meinem Banker gesagt worden, Geldwerte sind sicher und Anlagen in Aktienfonds riskant und nun sah ich in diesem Vortrag die Performance des Pioneer Fund über damals fast 70 Jahre – und war erschüttert. 10.000 in 1928 eingezahlt, erbrachten bis zum Mai 1997 über 50 Millionen! Ein Sparbuch mit einer verzinsung von 2,5% hätte im gleichen Zeitraum nur etwas über 50.000 erbracht!(Siehe Grafik). Ich konnte es zuerst nicht glauben und prüfte die Angaben – aber sie waren korrekt. Unglaublich  – das hatte man mir verschwiegen!
Ich wollte, dass so viele Menschen wie möglich diesen Vortrag, diese Präsentation sehen sollten. Doch dann kam die Ernüchterung:
Die Menschen hatten kein Interesse – sie lehnten mich ab. Hartnäckig organisierte ich trotzdem Vorträge – mit Erfolg. Aber mehr und mehr reifte in mir der Plan, dass eine unabhängige Organisation den Menschen die Augen öffnen und das Dogma der Banken bloßlegen sollte: Geldwerte sind sicher!
Letztlich führte das zur Gründung des gemeinnützigen, unabhängigen Verbraucherschutzvereins Bund der Sparer e.V.!
Zurück zu dem Pioneer Fund, den ich nur als Beispiel bringe, da er die längsten Aufzeichnungen hat.

Ungaublich aber wahr

Als ich im Mai für einen Vortrag recherchierte, bin ich auf etwas gestoßen, dass selbst mich noch verblüfft hat. Daher sollten jetzt alle, die von ihren Bankern so geprägt wurden, dass sie sich nicht vorstellen können, dass man mit einem Aktienfonds Gewinne machen kann – es heißt doch immer: Eine Anlage in einem Aktienfonds ist immer spekulativ und daher riskant – nun folgendes genau lesen und überprüfen:
Dieser Pioneer Fund, dessen Wert 1997 bei rund 50 Millionen lag, hatte nach zwei gewaltigen Börsencrashs Ende 2010 einen Wert von über 110 Millionen!!
Das heißt, der Wert hat sich nach den Börsencrashs nicht verringert, sondern hat sich um mehr als das Doppelte erhöht!!
Was braucht es noch, um auch den letzten zu überzeugen, dass internationale konservative Aktienfonds langfristig die renditestärkste Anlage sind?!

Wenn man 1928 einen Betrag von 10.000 in den Pioneer Fund eingezahlt hatte, wurden daraus bis Mai 1997 über 50 Millionen!

 

Diese 10.000 aus 1928, die im Mai 1997 einen Wert von über 50 Millionen hatten, waren Anfang 2011 - nach zwei gewaltigen Börsencrashs über 110 Millionen wert! Das heißt: Der Wert hat sich von 1997 bis 2011 verdoppelt!

Und auch die Sicherste. A pros pos die Sicherste:
Aktienfonds sind Sondervermögen: Kraft Gesetz darf einSondervermögen nicht in die Haftungsmasse fallen.
Sollte also die Investmentgesellschaft in Insolvenz gehen, so ist das Vermögen der Anleger geschützt.
Ich kenne keine andere Anlage, die diese Sicherheit bietet!

Und was angesichts der Finanzkrise und der Gefahr um den Euro noch wichtiger ist: Ein Aktienfonds ist ein Sachwert und damit inflationsgeschützt.
Natürlich bricht der Wert eines Aktienfonds bei einem Zusammenbruch der Währungen ebenfalls zusammen – aber er erholt sich schnell wieder, denn ein Aktienfonds ist eine gestreute Beteiligung an vielen Unternehmen. Und was ist das Ziel eines jeden Unternehmens? Gewinne zu machen – und davon profitieren Sie – direkt!
Geldwerte dagegen sind nach einer Währungskrise – dabei ist es egal, ob der Dollar oder der Euro zuerst zusammenbricht, der eine zieht den anderen immer mit – nichts mehr wert! Auch nicht nach Jahren!
Nochmals: Fast alle großen internationalen Aktienfonds der internationalen Gesellschaften haben Ende 2010 – nach zwei gewaltigen Börsencrashs – den Wert, den sie 1997 erreicht haben, verdoppelt. Inzwischen gibt es einige Vermögensverwaltungen, die diese Fonds in einem Dachfonds managen und damit die Gewinne noch steigern.

Fazit

Die Message ist eigentlich ganz einfach: Vom fremd verwalteten Vermögen zum eigenen Vermögen.
Nicht Dritte sollten Zugang zu Ihrem Vermögen haben, sondern nur Sie selbst.
Frank Lehmann hat kürzlich in einer Sendung gesagt, sein Vater hätte ihm Sachwerte so erklärt: “Alles Dinge, die Du anfassen kannst.” Das mag vielleicht bei Aktienfonds nicht so leicht vorstellbar sein, aber ich will Ihnen dabei helfen:
Ein Aktienfonds ist eine Sammlung von Aktien verschiedener Unternehmen. Und als Aktionär haben Sie eine Beteiligung an diesen Unternehmen. Und da viele dieser Unternehmen auch Immobilien oder andere “fassbare” Werte haben, sind Sie an diesen “greifbaren Dingen” ebenfalls beteiligt. Hier schließt sich der Kreis.
Wenn Sie Sparpläne, festverzinsliche Wertpapier – auch Bundesschatzbriefe, Lebensversicherungen etc. haben, dann haben Sie auch etwas “Greifbares”: Papier.
Immerhin können Sie dann damit den Kamin heizen……

P.S.: Wenn Sie der Meinung sind, mehr Bürger sollten diesen Beitrag lesen, dann geben Sie den Link zu dieser Seite an Freunde und Bekannte weiter. Die Informationen sind gratis. Danke für Ihre Mithilfe bereits im Voraus. Denn nur wenn viele erkennen, wie wir manipuliert werden, sind Veränderungen möglich. Unser Slogan:
“Nur wer etwas tut, kann etwas bewegen!”

Beachten Sie auch unsere allgemeinen Informationen auf www.bund-der-sparer.de , insbesondere die Informationen unter “Infos von A-Z”, “Warnungen vor PRV und KLV“ und auch die Broschüre auf der Startseite “Die Folgen der Finanzkrise” mit dem Untertitel: “Wie Sie sich vor dem Zusammenbruch des Geldsystems schützen können”.

Haftungsausschluss
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