Ist die Aktion Occupy Wall-Street am Ende?

Im Mutterland der Bankproteste “Occupy Wall street” geht nun die Polizei gegen die Demonstranten in Los Angeles vor, räumte die Camps und nahm fast 300 Demonstranten fest. Auch in Philadelphia an der Ostküste lösten die Behörden ein Zeltlager auf. Die Bewegung gegen die Macht des Finanzsektors und soziale Ungerechtigkeiten in den USA gerät immer mehr in die Defensive. Die Protestaktion, bei der seit dem 17. September 2011 der Zuccotti Park in Lower Manhattan in New York City von Demonstranten besetzt und in Liberty Plaza umbenannt wurde, war der Beginn einer Occupy-Wall-Street-Bewegung, nach deren Vorbild weltweit ähnliche Aktionen in zahlreichen Städten ins Leben gerufen wurden, bzw. Zusammenschlüsse von Menschen entstanden, die ähnliche Ziele wie OWS verfolgen. Zu den Protesten hatte das konsumkritische kanadische Magazin Adbusters im Juli 2011 aufgerufen. Es nannte ausdrücklich den Arabischen Frühling, insbesondere die Besetzung des Tahrir-Platzes in Ägypten, als Vorbild. Von der Website fand die Idee ihren Weg in verschiedene linke Foren und es entstand das Twitter-Forum „Occupy Wall Street“.

Der Name steht für Widerstand gegen die Banken-Lobby

“Occupy Wall Street” heißt auf Deutsch – “besetzt die Wall Street”. In der New Yorker Wall Street sitzt die wichtigste Börse der Welt, Sinnbild und Machtzentrale der globalen Finanzwirtschaft. Am 17. September 2011 kamen in New York zum ersten Mal Demonstranten unter diesem Motto zusammen. Die “Occupy”- Demonstranten wollten vor allem ein Zeichen gegen die Macht der Finanzmärkte setzen! Durch riskante Bankgeschäfte haben in USA viele Menschen ihr Haus und alles Ersparte verloren. Die Demo-Motive waren je nach Land unterschiedlich. In Deutschland wurde gegen Steuer-Milliarden zu Banken- und Euro-Rettung protestiert. In Spanien, Portugal und Italien gegen drohende Armut. Was als weltweiter Protest gegen Banken und Politik begonnen hatte – Hunderttausende in über 1.000 Städte in 102 Länder  gingen unter dem Motto “Occupy Wall Street” [OWS] auf die Straße – scheint doch nicht mehr en vogue zu sein. Die Menschen zeigen immer weniger Interesse daran..

Genug ist genug

Obwohl die Banken nur Geschäftshäuser sind, die unter allen Umständen Profit machen müssen – das erwarten die Aktionäre und dicke Bonus-Zahlungen liefern sollen – das erwarten die Banker, gehen die Menschen immer noch in Scharen zum “Feind”, um Geldgeschäfte zu tätigen. Wann begreift die Masse, dass sie dort nur verlieren kann, fragen sich die Wissenschaftler weltweit. Das Bündnis “Global Change” hatte weltweit zu einem Aktionstag aufgerufen, um Menschen zum Umdenken zu animieren – an dem sich nach Angaben der Organisatoren über 1.000 Städte in 102 Ländern beteiligt haben. Wenn das Volk kein Brot hat, soll es doch Kekse essen”, stand auf dem Schild, welches das Krümelmonster aus der Sesamstraße vor sich her getragen hat. Der Kostümierte war einer von mehr als 10.000 Menschen, die am 12.11.11 in Berlin lautstark gegen die Macht der Finanzmärkte protestiert haben. Die Demonstration zog vom Alexanderplatz über das Brandenburger Tor zum Kanzleramt, von dort aus eine Abschlusskundgebung begann. Den Teilnehmern ging es um soziale Gerechtigkeit. Die Grundvoraussetzungen in den verschiedenen Ländern sind verschieden, die Forderungen weltweit im Kern dieselben. Demokratie soll direkt und nicht länger nur über Repräsentanten funktionieren. Auf dem Weg durch das Regierungsviertel zum Kanzleramt kam es kurzzeitig zu Tumulten, als sich eine Gruppe von rund 200 Protestlern vom Demonstrationszug löste und über die Wiese auf den Bundestag zustürmte. Dort bauten die Aktivisten die Gitterabsperrungen ab und riefen “Occupy Bundestag”, was an den Slogan der US-Amerikanischen Bewegung “Occupy Wall Street” [besetzt die Wall Street] erinnerte.

Fazit

“Das wird kein neues 68!” Diese Demos sind die Fortsetzung von Gorleben und Stuttgart. Autor Alexander Gauland sieht einen anderen Unterschied zwischen den Bewegungen. Er sagte: “Die 68er waren sehr stark links-ideologisch, marxistisch und maoistisch beeinflusst.”
Bei “Occupy Wall Street” ging erstmalig die Mittelschicht auf die Straße, die Angst hat, unter die Räder zu kommen. Es ist ein Lebensgefühl der Bedrohung, das viel weniger ideologisch unterfüttert ist. Es ist begründet, denn immer mehr Menschen erleben einen gesellschaftlichen Abstieg. Aber statt eine Lobby zu bilden, bzw. einzurichten, gegen die Übermacht der Finanz- und Wirtschaftslobby, zerstreut sich dieser Widerstand kaum das Gegenwind auftritt. Was sind die Gründe dafür? Bequemlichkeit – eindeutig Bequemlichkeit! Wir haben diese Thema schon vor 10 Jahren angesprochen: Es gibt eine Lobby für die Tiere, eine Lobby für die Umwelt, eine Finanz- und eine Wirtschaftslobby – aber keine Lobby für die Menschen!”
Aber zumindest sollte man sich gegen die “Verführungen dieser Maffia” von Banken und Versicherungen schützen. Man sollte sich einmal mit der Materie befassen, auch wenn es einem zuwider ist – und nicht immer hoffen, dass andere das für einen tun. Denn Nichtwissen wird mit “Ausbeutung” bestraft! Auf der Rückseite des Buches DIE FINANZBIBEL steht: Warum lernen wir viele in den Schulen, was wir später nie mehr brauchen, aber nichts über Finanzen. Das ist kein Zufall – das ist Methode. Lassen Sie sich nicht länger an der Nase herumführen!
Wir haben vor kurzem über das neue Berufsbild Financial-Personal-Trainer berichtet Hier wird versucht, dieses Wissen wieder nachzuholen, denn Wissen ist Macht.

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