Weihnachten 2011 – Die Botschaft ist Hoffnung, Zuversicht und Liebe
Ein turbulentes Jahr geht zu Ende. Ängste haben uns ständig begleitet und nur die Hoffnung und Zuversicht auf ein gutes Ende konnte diese Schatten besiegen. Denn auch wenn viele mit einer Vogel-Strauss-Politik versuchten, Konsequenzen aus dem Weg zu gehen, so bleibt doch das Damoklesschwert eines unvorhersehbaren Fehlers irgendeines kleinen Rädchens, dass die ganze Weltpolitik ins Schwanken bringen kann, bestehen. Ob das irgendwelche fanatische Fundamentalisten der christlichen oder islamischen Religion sind oder Spekulanten, die gegen die Basis jedes Menschen, die Nahrungsmittel oder gar gegen die Existenz von Staaten “wetten” ist eigentlich unwesentlich. In beiden Fällen ist die Gefahr, dass es zu einem Strudel kommt, der nicht mehr kontrollierbar ist, gleich. Solange die Politik nichts gegen die über 600 Billionen Derivate, die die Weltwirtschaft bedrohen, unternimmt, bleibt diese Gefahr bestehen und kann dann auf andere Ebenen durchschlagen. Denn Menschen, die hungern, keine Zukunft haben und vielleicht auch nicht lesen und schreiben können, sind das Fundament für machthungrige Egoisten.
Wenn wir Deutschen uns in irgendeiner Hinsicht beklagen, so ist das, mit wenigen Ausnahmen, fast ein Frevel angesichts einer Welt, die in weiten Teilen uns “bedient”. Menschen leben oft in unwürdigen Verhältnissen, nur damit die “Preise stimmen”. Wenn wir von Mindestlöhnen sprechen, so ist das ein Thema, dass geregelt werden muss. Aber immer noch gibt es in vielen Gegenden der Welt “Hungerlöhne”, wirkliche Hungerlöhne, d.h. dass diese Menschen nicht genügend zu essen habe. Meist leben diese Menschen auch in einer Umgebung, die keinerlei Hygiene erlaubt, in Hütten, die voller Dreck sind und Krankheiten nach sich ziehen. Immer noch gibt es Kinderarbeit, die den Nachwachsenden jede Zukunft raubt – nur damit wir noch günstiger an irgendwelche Kleidungsstücke gelangen.
Hoffnung
Bei vielen Jugendlichen kann man inzwischen beobachten, dass das Verständnis für diesen Teil der Welt immer mehr zunimmt. Nicht nur, dass sie bereit sind, einen Teil ihres Taschengeldes zu spenden, sondern auch Spielzeug, Kleidung und Dinge, die sie gerne behalten würden, abgeben, um zu helfen. Auch die Spendenwilligkeit nimmt wieder zu, nachdem sie durch verschiedene Skandale der großen sozialen Einrichtungen, die Ansprechpartner für Spedenfreudige waren, massiv gesunken war. Immer mehr Radio- und Fernsehanstalten, Zeitungsverlage und selbst große Unternehmen haben inzwischen dieses Thema auch als Image-Werbung erkannt und verteilen in eigener Regie nachvollziehbar direkt die gespendeten Mittel.
Zuversicht
Eine einfache Regel besagt, dass Du eine Zukunft hast, die im Wesentlichen ungetrübt sein wird, wenn es deinem Nachbarn, deiner Stadt, in der du lebst oder dem Land in dem zuhause bist, gut geht. So einfach ist das. Aber immer noch gibt es “Gierige”, die, wie man im Volksmund sagt, den Kragen nicht voll kriegen und alles an sich raffen. Ob das nun Geld ist, dass sie durch Spekulationen gegen die Hungernden gewonnen haben, Boni’s für Null-Leistung oder das Ausnutzen sozialer Unterstützung, die nicht gerechtfertigt ist – immer geht das zu Lasten derer, die sich fair und sozial verhalten und eigentlich nur in Frieden leben wollen. Aber diese Auswüchse führen über kurz oder lang immer zu Unruhen. Wir leben in einer Zeit, in der viele beginnen, das zu verstehen und sich dagegen wenden. Ob Stuttgart 21, ob Occupy Wall-Street oder andere Demonstrationen – die Deutschen wachen langsam auf. Vor vielen Jahren hat mir einmal ein junger Deutscher, der in Amerika studiert und dann dort seine Heimat gefunden hatte, gesagt: “Der Deutsche muss erst den Boden küssen, bis er sich gegen Ungerechtigkeiten wehrt!” Das ist wirklich das Problem der Deutschen: Sie lassen sich viel zu viel gefallen. Aber ich habe die Zuversicht, dass sich das jetzt langsam aber sicher “dreht”.
Liebe
Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland immer weiter auseinander. Der Mittelstand, der die Stütze der sozialen Marktwirtschaft ist, verliert immer mehr an Boden. Vor kurzem bekam ich zu hören, dass der Kapitalismus in seiner ungebremsten Form mit den Auswüchsen, die wir aktuell erleben, genau das bewirkt. Wenn es in Europa wirklich zu einem Zusammenbruch der Währungen kommt, von dem alle Experten ausgehen, wird es die Reichen nur minimal berühren, die Armen werden vielleicht einige Zeit hungern, aber dann wieder, wie im alten Rom, mit “panem et circenses”, ruhig gestellt. Aber die Mittelständler werden die Verlierer sein. Die, die eigentlich noch ein “Herz” haben als Verlierer?
Nein, ich glaube, dass es dann zu einer neuen Form des Miteinanders kommen wird. Prof. Dr. Franz Hörmann hat sich darüber Gedanken gemacht und Ergebnisse vorgestellt, die tatkräftige Menschen, wie es die Mittelständler durchwegs sind – bei einer Wochenarbeitsleistung, die von keinem anderen Beruf übertroffen wird – wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft stellt. Denn Menschen die Entscheidungen treffen, die nicht von Gier oder von Faulheit geprägt sind, sondern von dem Willen, allen etwas zu geben, werden auch wieder den Respekt der Gesellschaft zurückgewinnen. Aber vielleicht müssen wir wirklich erst “den Boden küssen”. Damit wir wieder offen sind für Menschlichkeit, für echte Menschenliebe, die auch ein Ohr hat, für die Nöte der Einzelnen. Die sich nicht abwendet, wenn ein Obdachloser eine Zeitung anbietet, die Menschen Respekt entgegenbringt, die nicht so stark sind, die Hilfsbereitschaft zeigt, nicht nur für Behinderte, sondern auch für die Menschen, die Hilfe brauchen, aber es nicht zeigen wollen, wie bedürftige Rentner. Es gibt viel zu tun, um die Liebe zu stärken. Vielleicht verschwinden dann die für Deutsche fast typischen Gesichtszüge, über die sich das Ausland schon amüsiert: Heruntergezogene Mundwinkel, die ein Lächeln schon im Kein ersticken.
Letztes Jahr haben wir unsere Weihnachtsbotschaft so begonnen: Drei Worte sollten nicht nur Weihnachten bedeutsam sein: Bitte, Danke und Lächeln. Ich möchte es ergänzen mit dem Wort: Liebe.
Ich wünsche Ihnen ein besinnliches und gesegnetes Weighnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und das Sie uns gewogen bleiben.
Ihr BDS-ONLINE- und DER SPARER-Team
Hier noch ein kleines Video, das alle das hier beschriebene auf den Punkt bringt.
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